Warum ich jetzt Regionalgruppensprecher beim VGSD bin, und was das mit Ihnen zu tun hat
Manchmal braucht es einen Raum, in dem man nicht erklären muss, warum man selbstständig ist. Einen Raum, in dem die Frage „Und, läuft’s?“ nicht mit einem höflichen Lächeln beantwortet wird, sondern mit einer ehrlichen Antwort. Genau so einen Raum haben wir letzten Mittwoch in Karlsruhe-Durlach wiederbelebt, und ich möchte kurz erzählen, warum mir das wichtig ist, und was das mit meiner Arbeit bei adminsoft zu tun hat.
Was der VGSD ist, und warum er existiert
Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland, kurz VGSD (https://vgsd.de), ist eine Interessenvertretung für Menschen, die auf eigene Rechnung arbeiten. Freiberufler, Einzelunternehmer, kleine GmbHs, Gründerinnen und Gründer in der Frühphase. Menschen also, die morgens aufstehen und wissen, dass niemand sonst für ihre Auftragslage, ihre Krankenversicherung oder ihre Altersvorsorge zuständig ist als sie selbst.
Der VGSD setzt sich auf politischer Ebene für diese Gruppe ein, bietet Informationen zu rechtlichen und steuerlichen Themen und organisiert den Austausch unter Gleichgesinnten. Letzteres geschieht unter anderem über Regionalgruppen, die lokal organisiert sind und regelmäßig zusammenkommen. Eine davon ist die Regionalgruppe Karlsruhe.
Ein Neustart mit sieben Menschen und einem guten Gespräch
Nach einer längeren Pause haben wir die Regionalgruppe Karlsruhe neu gestartet. Zum Restart kamen sieben Selbstständige und Unternehmerinnen und Unternehmer, unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Erfahrungen, ähnliche Fragen. Kein Vortragsprogramm, keine Agenda mit Zeitplan, kein Moderationskoffer. Nur ein Tisch, gute Getränke und das, was entsteht, wenn Menschen offen miteinander reden.
Ich habe in diesem Rahmen die Rolle des Regionalgruppensprechers übernommen. Das bedeutet: Ich koordiniere die Treffen, halte den Kontakt zum Verband und sorge dafür, dass aus einem guten Abend eine verlässliche Struktur wird. Mein Dank gilt an dieser Stelle Silke Wüstholz, die diese Aufgabe fünf Jahre lang mit großem Engagement getragen hat, und Thomas Wunderberg, der den Neustart tatkräftig unterstützt hat.
Was persönlicher Austausch leistet, den kein Tool ersetzen kann
Ich arbeite täglich mit digitalen Werkzeugen, berate Unternehmen bei der Einführung und Nutzung von KI und der Automatisierung von Prozessen und beschäftige mich intensiv damit, wie Technologie die Arbeit effizienter machen kann. Und trotzdem: Es gibt Dinge, die ein gut konfiguriertes System nicht leistet.
Ein Gespräch unter Menschen, die ähnliche Herausforderungen kennen, ist eines davon. Nicht weil Technologie schlecht wäre, sondern weil manche Erkenntnisse erst entstehen, wenn man sie ausspricht. Wenn jemand am Tisch nickt, weil er genau dasselbe erlebt hat. Wenn eine Frage, die man sich selbst nicht gestellt hätte, plötzlich den Blick auf ein Problem verändert.
Das ist kein Widerspruch zu meiner Arbeit bei adminsoft sondern klare und vielleicht sogar notwendige Ergänzung dazu.
Wie es weitergeht
Die Regionalgruppe Karlsruhe wird sich künftig monatlich vor Ort treffen, ersetzt durch ein Online-Treffen alle drei Monate für alle, die nicht immer persönlich dabei sein können. Das Format ist bewusst offen gehalten: kein Frontalvortrag, kein Pflichtprogramm, sondern ein lebendiger Austausch, der sich an den Themen orientiert, die die Teilnehmenden mitbringen.
Wenn Sie selbstständig sind oder ein kleines Unternehmen führen und im Raum Karlsruhe ansässig sind, sind Sie herzlich eingeladen. Vorwissen über den VGSD ist nicht erforderlich. Mitgliedschaft auch nicht für ein erstes Kennenlernen. Was zählt, ist die Bereitschaft, offen zu sprechen und zuzuhören. Hier geht es zur Website der Regionalgruppe Karlsruhe: VGSD-Regionalgruppe Karlsruhe – 445 Selbstständige treffen sich.
Warum ich das hier erzähle
Weil adminsoft kein anonymes Softwareunternehmen ist. Hinter den Projekten, den Beratungsgesprächen und den Automatisierungslösungen stehen Menschen, die selbst wissen, wie es sich anfühlt, ein Unternehmen zu führen. Das VGSD-Engagement ist für mich kein Nebenprojekt, sondern ein natürlicher Teil dieser Haltung: Wer anderen helfen will, effizienter zu arbeiten, sollte auch wissen, womit sie sich täglich auseinandersetzen.
Ich freue mich auf die nächsten Treffen, auf bekannte und neue Gesichter, und auf alles, was daraus entsteht.




